Das Menschenbild nach Maria Montessori

Maria Montessori vergleicht das Kind mit einer Blumenzwiebel. In dieser Zwiebel steckt schon, ob es eine Tulpe oder eine Osterglocke ist- wird sie gelb- orange, klein-groß, usw.
Und genauso sieht sie es beim Kind, sie nennt es den „inneren Bauplan“, nach dem sich seine Entwicklung vollzieht. Jedes Kind bringt seine Anlagen ohne unser Einwirken mit, wir können diese Anlagen nun „pflegen“ (wie die Blume Wasser, Sonne, und Pflege braucht), indem wir kindgerecht und geduldig mit den Kindern umgehen- oder sie verkümmern.
Maria Montessori sagt, alle Kinder sind von natur aus neugierig und lernwillig. Wir brauchen nur die Geduld dazu, wann und wie jedes einzelne Kind lernen will.

Außerdem spricht sie von „sensiblen Phasen“. Dies sind Zeiten der besonderen Aufnahme- und Lernbereitschaft.
Die Sensibilität bezieht sich auf ein Thema, und ist irgendwann vorbei (z.B. Farben, sich Anziehen, Zahlen, Buchstaben, usw.).
Die Kinder lernen dies dann ganz spielerisch, da sie gerade sehr empfänglich dafür sind.
Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn diese Phase vorüber ist, tun sie sich wesentlich schwerer damit.
Durch die Beobachtung erkennen wir, wo sich jedes einzelne Kind gerade befindet, so können wir ihm dann gezielte Angebote unterbreiten.